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Sechs Tölzer stürmten Nordamerikas höchsten Berg: Mount Mc Kinley (6193 m) |
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Denali/Bad Tölz (sts) - Groß und mächtig, schicksalsträchtig steht der Mount MC Kinley, in der Indianersprache auch Denali genannt. Mit seiner Höhe von 6193 Metern ist er Nordamerikas höchster Berg. Extreme Wetterschwankungen, Temperaturen bis minus 50 Grad und wechselnde Winde, die sich schnell zu Orkanstärke auswachsen, erschweren den Aufstieg, machen aber gleichzeitig die Anziehungskraft aus, die der Denali auf alle Bergsteiger ausübt. |
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Die Teilnehmer: h.v.l.r. Uwe Kalkbrenner, Bertl Albrecht, Walter Huber; v.v.l.r. Peter von der Wippel, Andi Wiedemann, Peter Weizert |
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Jeder Bergfex, der etwas auf sich hält, erliegt irgend- wann einmal dem Lockruf des Felsgiganten in Alaska. Heuer waren es sechs Tölzer, die der Denali in seinen Bann schlug und so machten sich Peter von der Wippel, An- dreas Wiedemann, Berti Al- brecht, Uwe Kalkbrenner, Peter Weizert und Walter Huber vor einigen Wochen auf den Weg, den Solitaire im ewigen Eis zu erobern. „Seit Jahren schon gei- sterte die Idee in unseren Köpfen herum", erzählt An- di Wiedemann, „Ende letz- ten Jahres haben wir begonnen, unsere kleine private |
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ger auf den South-Kahiltna- Gletscher (2200m), den Aus- gangspunkt aller Mühen. In achttägiger Kleinarbeit und kräftezehrender Berg- steigerei schleppten sich die iTölzer Alpinkatzen' mit 50 Kilo auf dem Buckel über Kahlitnapaß, Windy Corner und West-Buttress. Fünf Zwischenlager pflasterten dabei ihren Weg. Dreißig Ki- lometer und 4200 Höhenme- ter liegen nämlich zwischen Basislager und Gipfelkreuz, da heißt es Kraft und Ver- pflegung einteilen. Am neunten Tag nahmen Weizert, von der Wippel, Wiedemann und Albrecht |
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Expedition konkret zu pla- nen." Ein gutes halbes Jahr nahmen die akkuraten Vor- bereitungen in Anspruch. Mitte Mai war's dann soweit. In 20 Stunden reisten das Sextett mit rund 70 Kilo Ge- päck per Düsenklipper über New York, Salt Lake City nach Anchorage. Mit Pro- viant für drei Wochen im Rucksack verließ die Expe- dition allmählich die Zivili- sation und fuhr mit Bus und Bahn ins 250 Kilometer ent- fernte Talkeetna. Eingebet- tet in ein riesiges Wald- und Seegebiet ist Talkeetna be- liebter Treffpunkt für Angler und Jäger - und eben jene |
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den Gipfel in Angriff, Kalk- brenner und Huber waren bereits einen Tag zuvor oben. „Ein weiterer Ruhetag hätte uns gut getan", erinnert sich Andi Wiedemann, „aber die schönen Tage am MC Kinley sind selten, da muß man je- den ausnutzen." Die Berggötter meinten es tatsächlich gut mit dem Quartett: Sonne, Windstille und für dortige Verhältnisse läppische 25 Grad minus. Ideale Bedingungen also für den Gipfelsturm. Der dauerte zwar nochmals sieben Stunden, doch am 29. Mai um 16 Uhr war's geschafft. Bei strahlendem Sonnenschein |
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denen kein Gipfel zu hoch, kein Hang zu steil ist. In der dortigen Rangerstation muß- ten die Tölzer Bergsteiger eine eingehende Unterwei- sung über Gefahren und Ver- halten am Mount MC Kinley über sich ergehen lassen. Eine Besteigung soll schließ- lich im Einklang mit der Na- tur erfolgen, und wenn rund 1000 Bergnarrische in der nur acht Wochen währenden Saison (Mai und Juni) zum Gipfelsturm ansetzten, sind gewisse Regularien eben un- abdingbar. Tags darauf ging es schließlich mit einer einmo- torigen Cessna zum Basisla- |
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genossen die Vier vom höch- sten Punkt Nordamerikas einen traumhaften Fernblick auf die umliegenden Bergrie- sen Mt. Hunter und Mt. Fora- ker und die West-Buttress- Aufstiegsroute. “Ein unver- geßliches Erlebnis”, schwär- men v. d. Wippel und Wie- demann noch heute. Das nächste Projekt schwirrt be- reits in ihren Köpfen: der Muztagh Ata (7282 m) an der chinesichen Grenze |
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